Wie funktioniert die Nachfolge durch einen Mitarbeiter?

Ist eine Nachfolge durch ein Familienmitglied keine Option, kann ein Mitarbeiter ein möglicher Nachfolger sein. Gerne übergibt man das eigene Unternehmen an einen alten Weggefährten, von dessen fachlichen und persönlichen Kompetenzen man sich über die Jahre bereits überzeugen konnte. Die Emotionalität bei dem Nachfolger ist dabei nicht so ausgeprägt, wie bei einem aus der eigenen Familie, wodurch von vorne herein eine Schriftlichkeit bei der Regelung der Nachfolge und der Weiterführung des Unternehmens vorliegt.

Jedoch gibt es einen Aspekt, der häufig nicht bedacht wird: Der ehemalige Mitarbeiter, wird nicht automatisch in der Lage sein, dass Unternehmen vom Vorgänger zu kaufen. Die Banken werden dafür nur selten mit einer Finanzierung zur Seite stehen. Auch eine Erbschaft oder Schenkung kann durch die nicht gegebene Familienzugehörigkeit kostspielig für den Nachfolger werden.

Unsere Empfehlung für eine erfolgreiche Nachfolge durch einen Mitarbeiter

Ähnlich bei der Familiennachfolge sollte darauf geachtet werden, dass der Nachfolger aus den eigenen Reihen bereits fachlich und persönlich in der Lage ist das Unternehmen weiterzuführen. Ist das noch nicht der Fall, muss dafür genügend Zeit eingeplant werden, damit der Nachfolger in die Position hineinwachsen kann.

Bezüglich der finanziellen Aspekte sollten andere Möglichkeiten der Vergütung des Lebenswerks geprüft werden, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen nicht kaufen kann. Hier könnte über eine Leibrente oder einer weiteren finanziellen Beteiligung an dem Unternehmen nachgedacht werden. Bei letzterem kann der Nachfolger durch die erfolgsabhängigen Zahlungen an den Vorgänger nach einer festgeschriebenen Zeit dann in den offiziellen Besitz des Unternehmens kommen.